Abb. Hypnose bei Angst, Berlin

Anwendung von Hypnose

Übrigens:
Hypnose sollte nur von qualifizierten Ärzten oder Psychologen durchgeführt werden.
Hypnose bei Angst

Hypnose bei Angst

Nicht das Vorhandensein von Angst ist schon Störung oder Problem. Angst wird in bestimmten Situationen „zu Recht” freigesetzt. Denn hierdurch werden Kräfte erzeugt, die unmittelbar zu einem adäquaten Handeln führen. (Es ist hoffentlich unnötig, in Anbetracht eines ausgebrochenen Tigers zu grübeln, ob man flieht oder nicht.) Die Angst kann eben für eine angemessene und rasche Reaktion sorgen.

Anders stellt sich die Sache dar, wenn Angst ohne ersichtlichen Grund – oder in Unverhältnismäßigkeit zum Objekt – auftritt. Diese Art der – sinnlosen – Angst stellt für Betroffene ein überaus großes Problem dar: Das Wissen, nicht angemessen zu reagieren, verstärkt die Problematik oft noch. Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemprobleme, Zittern, Weinen und sogar schmerzähnliche Gefühle sind körperliche Symptome von Angst.

Angst kann scheinbar völlig grundlos auftreten. Phobien hingegen sind immer situations- und objektbezogen. Man spricht daher z.B. von Agoraphobie, die nicht nur für die bekannte „Platzangst” steht, sondern auch beim Erleben großer Plätze, beim Reisen usw. vorkommen kann. Weitere relativ bekannte Phobien, sind die Flugangst (Aviophobie) und die Spinnenangst (Arachnophobie). Unbekannter, wenngleich nicht weniger belastend, sind Ängste vor dem Sprechen (Glossophobie) oder vor Katzen (Ailurophobie).

Besonders wichtig ist das Thema der sozialen Phobie. Immer häufiger leiden Menschen an Angst vor Menschenbegegnungen, vor Kontakten und Beziehungen. Dies heißt aber nicht, dass keine Sehnsucht da ist. Die soziale Phobie scheint nach meiner Erfahrung auch immer häufiger als Latent-Angst relevant zu werden. Sie äußert sich dann als „soziale Unlust”, auffällige Unsicherheit oder dem Aufsuchen „sozialer” Parallelwelten im Internet.

Hypnose ist laut Studien ein geeignetes Instrument, welches sinnvoll bei Angst und Phobien eingesetzt wird. Wie bei der Depression gilt auch für die Behandlung von Angststörungen, dass Hypnose einmal als Symptombehandlung, zum anderen aber auch als wirkliche Heilbehandlung als Angstlöschung eingesetzt werden kann.

Ansätze in der Hypnotherapie (Zusammenfassung):

  • Desensibilisierung: Schrittweises Gewöhnen an bestimmte Objekte im inneren Erleben
  • Ressourcen-Ansatz: Stärke und Selbstbewusstseins-Erleben anstatt Erleiden der eigenen Ohnmacht
  • Tiefenpsychologischer Ansatz: Aufarbeitung von in der Vergangenheit entstandenen Angstmustern

Vorgehensweise und Umfang der Therapie:

Hypnotherapie ist eine Kurzzeittherapie (in der Regel 5–12 Sitzungen), weil therapeutisch der direkte Weg – ins Unterbewusste – gegangen wird. Folgende Schritte zur Angstbefreiung gehe ich mit den betroffenen Menschen:

  1. Diagnose
  2. Erste Hypnosereihe: „Der Weg” (3–5 Sitzungen)
  3. Bewertung des Heilprozesses
  4. Zweite Hypnosereihe: „Das Ziel” (vertiefte Hypnosen; i.d.R. 2–7 Sitzungen)

Im Klassifikationssystem des ICD-10 finden sich folgende Angststörungen:

F40.0 Agoraphobie
F40.1 Soziale Phobien
F40.2 Spezifische (isolierte) Phobien
F40.8 Sonstige phobische Störungen
F40.9 Phobische Störung, nicht näher bezeichnet
F41.0 Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)
F41.1 Generalisierte Angststörung
F41.2 Angst und depressive Störung, gemischt
R. Kenneweg | Dipl.-Psychologe und Hypnotherapeut in Berlin | Tel. 030-8182 1356 | info@heilsame-hypnose.de